herzlich willkommen

Ich freue mich, Sie auf meiner Webseite begrüßen zu dürfen.

Mein Name ist Claudia Wagner und ich bin glücklich in der zweiten Hälfte meines Lebens angekommen, die ich mit vollem Elan der NHC-Hufbearbeitung nach dem Vorbild der Natur widme.  Das Werkzeug hierfür habe ich vom Barhuf-Institut Detlef Urban erhalten, wo ich sehr fundiert und umfangreich ausgebildet wurde.

Zu meiner Familie gehören seit vielen Jahren zwei Oldenburger und ein belgisches Warmblut – gehalten bei mir am Haus in einem Paddock Trail – die stets bemüht sind, mir neue Erkenntnisse in Bezug auf Pferde und ihre individuellen Bedürfnisse nahe zu bringen. 2019 ist noch eine Pferdedame dazu gekommen. Somit ist unser Team komplett!

Für kontinuierliche Weiterbildung und Einblicke in interessante Studien sorgt meine Mitgliedschaft im Verband der NHC-Hufbearbeiter www.keep-it-natural.org mit regelmäßigen Fortbildungen. Diese Mitgliedschaft ist für Sie gleichzeitig ein Qualitätsmerkmal, da der Begriff NHC-Hufpfleger nicht geschützt ist.

 

diesjährige, externe Weiterbildungen:

  • Tagesseminar »Pferdeernährung«, Constanze Röhm, Hof Ohana, Bargteheide
  • Tagesworkshop »Pferdemassage«, Annika Jansen, Gut Brunsburg, Heemsen
  • Tagesseminar »1. Hilfe Pferd«, Barkhof Pferdeklinik
  • 4-Tagesseminar »Hufschuhe« mit Erreichung des Ziels »Hufschuhexperte«, Hoofboot-Akademy Bernd Jung, Weilborner Hof, Waldbrunn
  • Atemwegserkrankungen Pferd, Abendveranstaltung Barkhof Pferdeklinik
  • Hufkrankheiten, Abendveranstaltung Barkhof Pferdeklinik
  • Tagesseminar »Röntgenbilder lesen lernen«, Aku-event-and-more, Christina Hellwege (im September)
  • »Pferdefütterung spezial Huf«, 2-tägiger Intensivkurs für Schmiede, Hufbearbeiter und Tierärzte, Constanze Röhm, Ponyhof Neuholland, Liebenwalde (im November)

 

 

 

E Q U I W E N T
Schmiede Ohne Grenzen · www.equiwent.org

NHC – was ist das?

NHC, übersetzt: Natural HoofCare, ist nicht nur eine besondere Art der Barhuf-Bearbeitung, sondern vielmehr eine Philosophie.

Wild Mustang Horse in the Nevada desert.

Den Ursprung begründete Jaime Jackson, ein amerikanischer Hufschmied, der in den 90er Jahren Jahre damit verbrachte, Mustangs in Nevada in freier Wildbahn zu beobachten und dabei einen besonderen Fokus auf die Hufe richtete. Jaime fiel auf, dass alle Hufe kurz, sehr hart und an den Tragrändern leicht abgerundet (Mustang roll) waren und entwickelte daraufhin eine neue Methode der Hufbearbeitung mit dem Mustanghuf als Vorbild.

Optimiert wurde diese Methode von Pete Ramey: Natural HoofCare, die Hufpflege nach dem Vorbild der Natur, war geboren. Das besondere an Pete Rameys Art der Hufbearbeitung ist, dass nicht versucht wird, die Hufe an irgendein subjektives Bild vom perfekten Huf anzupassen, sondern dass jedes Pferd einen individuellen, für sich perfekten Huf, angepasst an sein Umfeld und seine Lebensumstände, bekommt.

Auch der vielzitierte Mustanghuf ist kein Vorbild, sondern lediglich eine Richtlinie, aus dem einfachen Grund: Es gibt ihn nicht, DEN Mustanghuf. Wildpferdehufe sind überall auf der Welt sehr unterschiedlich und an die jeweilige Umwelt bestmöglich angepasst.

 

 

warum barhuf?

Zugegeben: Der Unfall auf diesem Foto ist sicher ein Grund, aber ich hoffe sehr, dass dies eine einmalige Sache war.

Warum also Barhuf? Viele Pferde bekommen spätestens beim Einreiten den ersten Beschlag, weil Pferde Hufeisen haben. Die wenigstens Pferdebesitzer denken über den Sinn genauer nach. Bei der „Nutzung“ unserer Pferde heutzutage ist ein Eisenbeschlag fast immer unnötig. Ausnahmen bilden z. B. Arbeitspferde in ärmsten Regionen der Welt (s. Rumänien – Schmiede ohne Grenzen, deren Arbeit meine allerhöchste Anerkennung gilt), Kutschpferde, deren Besitzern man die Nutzung von Hufschuhen nicht zumuten kann oder Kaltblütern mit derart großen Hufen, dass die Hufschuhhersteller an ihre Grenzen kommen. Unfälle wie auf dem Foto oben werden ebenfalls zunächst einen – dann aber korrekten – Eisenbeschlag benötigen.

Für alle anderen Pferdebesitzer seien hier einige Fakten aufgelistet, die den ein oder anderen zum Umdenken bewegen sollte:
„warum barhuf?“ weiterlesen

Hufschuhe

»Hufschuhe sind die Eisen des 21. Jahrhunderts.«

Hufschuhe bieten sich für fast alle Bereiche des reiterlichen Könnens an. Distanzreiter und Wanderreiter nutzen sie, um die Hufe ihrer Pferde vor zu großem Abrieb zu schützen und die Gelenke zu schonen; Pferde mit dünnen Sohlen erhalten einen optimalen Schuh, der sie vor Schmerzen bewahrt und wieder freudig laufen lässt;  Rehepferde erhalten mit optimaler Hufbearbeitung und Hufschuhen eine zusätzliche Unterstützung auf dem langen Weg der Gesundung.

Beste Passform und gutes Handling gehören ebenso zur Auswahl des optimalen Hufschuhs, wie regelmäßige Bearbeitung der Hufe. Um die beste Passform zu ermitteln, sind einige Kriterien notwendig, die über das Messen von Huflänge- und breite hinausgehen. Das Gangbild spielt eine Rolle, ebenso die Symmetrie der Hufe, Winkelung und Trachtenstand. Nicht jeder Hufschuh passt jedem Pferd, so schön er auch aussehen mag.

Bereits in der Literatur des Altertums, so bei Diodor (1. Jh. v. Chr.), Alexander dem Grossen, Xenophon (4. Jh. v. Chr.) oder Polybius (2. Jh. v. Chr.) finden sich häufig Nachrichten über Probleme mit wundgelaufenen Hufen. Die Lösung waren schon damals Hufschuhe, gefertigt aus Pflanzenfasern und – wie man sich vorstellen kann – mit eher geringer Haltbarkeit. Zum Glück unserer Pferde leben wir im Zeitalter der Technologie mit thermoplastischen Materialien und hochgradigen Messmöglichkeiten. Fast jedes Jahr werden neue und immer bessere Hufschuhe entwickelt.

Die im Moment für mich besten Schuhe für alle Bereiche sind die Evo-Boots 1.19, Equine Fusion Joggingshoes sowie der Floating Boot Trainer 2019. Mit diesen drei Schuhen sind alle Arten von Hufen und gewünschte Nutzung weitestgehend abgedeckt.

 

 

 

 

meine Leistungen

Natural HoofCare zielt darauf ab, gesunde Hufe zu generieren und zu erhalten. Dies erfordert Geduld von Pferd und Besitzer, da ein Huf etwa ein Jahr benötigt, um komplett durchzuwachsen.

Wenn ich ihr Pferd oder ihren Esel das erste Mal besuche, dauert der Termin inklusive der Bearbeitung, Fotos usw. mindestens eine Stunde. Vor und nach der Bearbeitung findet eine Gangbeurteilung (keine Sorge – nur im Schritt) statt.

Optional aber empfehlenswert: Um die Veränderung der Hufe objektiv dokumentieren zu können, fertige ich Fotos bei der Erstbeurteilung jedes neuen Pferdes an sowie ein Jahr später. Die Hufe werden ausgemessen und die Werte mit den Ergebnissen der Gangbeurteilung schriftlich festgehalten. Zusätzlich interessieren mich Krankheiten, Haltungsbedingungen, Fütterung sowie alles, was Sie als wichtig ansehen.

Barhufbearbeitung

Die Kosten für das Bearbeiten belaufen sich auf 40 Euro inklusive Mehrwertsteuer, Bar- oder Kartenzahlung direkt nach der Bearbeitung, unabhängig vom Zeitaufwand. Sie erhalten zum Abschluß eine entsprechende Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer.

Fahrtkosten

Bis 20 km um Ostersode inklusive, ab 21 km berechne ich die Fahrtkosten mit 10 Euro pauschal je Stall.

Strahlfäule

Behandlung von Strahlfäule mit Jodophormsalbe (4% Jodophorm) oder kolloidalem Silber (50 ppm) kostet zusätzlich 5 Euro je Huf.

Hufschuhe

Hufschuhberatung ist für meine Hufkunden kostenfrei, allen anderen Kunden werden für die Hufbeurteilung und Hufschuhberatung 30 Euro inkl. Anfahrt in Rechnung gestellt. Hufschuhe können nach der Beratung direkt über mich bezogen werden. Equine Fusion Joggingshoes habe ich speziell für Rehepferde in allen Größen an Bord, ebenso einige Größen Evo Boots und Floating Boots. 

Die Kosten belaufen sich bei Evo Boots, Floating Boots (komplett  angepasst und zusammengebaut) sowie Equine Fusion Joggingshoes auf 220 Euro je Paar, größenunabhängig, inklusive Mehrwertsteuer.

Die Hufe ihres Pferdes sollten nicht länger als drei Wochen vor der Hufschuhberatung bearbeitet worden sein, besser früher. Rehepferde natürlich ausgenommen.

Testschuhe können für 20 Euro je Woche ausgeliehen werden. Bei anschließendem Kauf der Schuhe werden zwei Drittel der Leihgebühr auf den Hufschuhpreis angerechnet.

 

 

Bearbeitungsbeispiele

Hier fehlte die letzten Monate eine Hufbearbeitung. Die zu lange Wand am rechten Vorderhuf ist weggebrochen und aufgesplittert. Sieht schlimmer aus, als es ist. Ballen, Strahl und Sohle waren gut.

 

 

Derselbe Huf nach der Bearbeitung. Der seitliche Spalt wird rauswachsen.

Die Bearbeitungsintervalle sind vorläufig auf 3 Wochen festgesetzt.